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Sonnenschein statt teures Kunstlicht: So nutzt man Tageslicht optimal



27.04.2015

Klein, dunkel und zugig: So waren die Wohn- und Arbeitsräume in älteren Gebäuden vergangener Tage. Zwar sind noch nicht alle diese Zeugen der Vergangenheit auch wirklich Geschichte, aber helle und komfortable Wohnwelten sind klar auf dem Vormarsch.


 „Was heute zählt, ist viel natürliches Tageslicht. Es ist gesund und vor allem kostenlos. Gleichzeitig lassen sich mit der Sonnenwärme teure Heizkosten einsparen“, so der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Wer heute eine Wohnung oder ein Häuschen sucht, legt Wert auf Faktoren wie die Lage, den Zustand des Objekts und natürlich dessen Ausstattung. Bereits Beschreibungen wie „helle Wohnung mit Ausblick in die Natur“ lassen die meisten Interessenten aufhorchen und führen dazu, dass die Annonce in der Zeitung oder im Internet weitergelesen wird. „Wer also eine helle Wohnung oder ein helles Haus sucht oder bereits ein schönes Gebäude besitzt und es heller gestalten möchte, der kann sowohl mit großen Fensterflächen in der Hausfassade als auch mit zusätzlichen Fenstern im Dach viel für ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld tun“, erklärt Tschorn.

Die Sonne bringt Licht ins Leben

Fenster sind heute fast so warm wie eine Wand und aufgrund der solaren Zugewinne sogar häufig wärmer als diese und damit behaglicher. Dank einer fortschrittlichen Wärmedämmung, die in der kalten Jahreszeit wertvolle Heizenergie spart, sind sie in nahezu jeder Konstellation einsetzbar. Damit können sie ihren eigentlichen Trumpf ohne Einschränkungen ausspielen: Gesundes, kostenloses Tageslicht gelangt durch die Glasflächen hindurch in jeden Winkel des dahinter liegenden Raumes. Das spart zusätzlich auch Stromkosten, denn die Leuchten müssen nicht so oft eingeschaltet werden. Für eine blendfreie und optimale Ausleuchtung der Räume gibt es zusätzlich besondere Lamellensysteme in Form von Aluminium-Raffstores oder als der Fassade vorgehängte Systeme aus Textilien, Glas oder Metall. Dazu kommen Lichtschächte, die das Sonnenlicht zum Beispiel in die innenliegenden Räume unter dem Dach transportieren können.

Auch die Lage im Haus ist entscheidend

Große, nach Süden gerichtete Fenster bekommen das gesamte Jahr hindurch die meisten direkten Sonnenstrahlen ab. Das spart im Winter Heizkosten und ganz nebenbei Stromkosten. Die Ost- und Westfassade tragen ebenfalls zur optimalen Ausnutzung von Licht und Wärme bei: „Hier sollte man bodentiefe Fenster einplanen  oder im Zuge einer Modernisierung die Brüstung absenken, um einen größeren Lichteinlass zu erreichen“, sagt Tschorn. Das ermöglicht nebenbei auch einen schönen Blick nach draußen – zum Beispiel im Sitzen oder für den Nachwuchs, der auf dem Boden spielt. Da die Nordseite die „kalte“ Seite eines Gebäudes ist, können die Fenster hier kleiner ausfallen, es können aber gerne auch größere Fenster – dann aber mit einer besonders guten Dämmung – eingebaut werden.

Auf den Sonnenschutz achten

Da im Sommer Licht allerdings auch Wärme bedeutet, muss im Zusammenhang mit großen Fensterflächen an einen entsprechenden Sonnenschutz gedacht werden. „Hier stehen von Fassaden- und Dachflächenfenstern mit Sonnenschutzverglasung über innen, im Scheibenzwischenraum befindliche und außen liegende Jalousien, Rollläden, Plissees und Sonnensegel bis hin zu klassischen Fensterläden oder modernen Schiebeläden viele Möglichkeiten zur Verfügung. Das gilt natürlich auch für Schatten spendende Laubbäume im Garten, die im Winter das Licht durchlassen und im Sommer für eine angenehme Beschattung sorgen. Elektrisch schaltbare Verglasungen runden die vielfältigen Arten des Sonnenschutzes ab, der übrigens in Kombination mit automatisierten Elementen kinderleicht zu bedienen ist“, so der VFF-Geschäftsführer.

Der Expertenrat: „Wer eine Veränderung seiner Wohnung oder seines Hauses plant und für mehr Licht für die Bewohner oder die Mitarbeiter sorgen will, der sollte über eine Absenkung der bisherigen Brüstung nachdenken. Bereits eine Absenkung von früher üblichen 90 Zentimetern auf heute oft gewünschte 50 Zentimeter bringt sage und schreibe 50 Prozent mehr Licht. 

Quelle: www.window.de
Bilder: MEV Verlag GmbH