Fitmacher bei Schmuddelwetter



04.03.2019

Wussten Sie, dass roher Knoblauch und ungeschälter Ingwer Erkältungsviren vertreiben? Mit einfachen kulinarischen Tricks und leckeren Rezepten rüsten Sie in der nasskalten Jahreszeit Ihre Abwehrkräfte auf.


Bei Schmuddelwetter breiten sich Krankheitserreger besonders schnell aus. Der Wechsel von Wärme zu Kälte, zwischen Schwitzen und Frieren sorgt dafür, dass die Schleimhäute austrocknen. Dadurch können Viren besser eindringen. Die lästigen Folgen: Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Wer seinem Körper jetzt eine Extraportion Vitamine und Spurenelemente serviert, wehrt den Angriff von Erkältungsviren ab und stärkt sein Immunsystem nachhaltig.

Bunter Vitamin-Mix
Der Klassiker Vitamin C  kann die Infektdauer verkürzen und Symptome lindern. Es kommt u.a. in Zitrusfrüchten, Hagebutte, Grünkohl, Ananas und Äpfeln vor. Eine Powerdosis liefert Sanddorn. Der Saft der leuchtend-gelben Beere enthält das Vielfache an Vitamin C im Vergleich zu Zitrusfrüchten. Ein weiterer Pluspunkt: Vitamin C erleichtert die Aufnahme des wichtigen Spurenelementes Eisen.

Vitamin A hält die Oberflächen der Schleimhäute feucht und verstärkt dadurch ihre Abwehrleistung. Vitamin A –Lieferanten sind etwa Möhren, Feldsalat, Fenchel, Thunfisch, Spinat, Mango, Weichkäse sowie rote Paprika.

Vitamin E fördert die Reifung von Abwehrzellen. Es findet sich z.B. in Pflanzenölen, Mandeln, Haselnüssen, Butter, Kokosnuss, Pistazien und unverarbeitetem Getreide.

Zink und Eisen – Brot und schützende Spurenelemente
Zink unterstützt die Produktion von Antikörpern. Ein Zinkmangel kann zu einer längeren Heilungszeit bei Infekten führen. Enthalten ist Zink in Fischen und Meerestieren (vor allem Austern), in Käse (vor allem Weichkäse), Haferflocken, Hirse, Weizenvollkornmehl. Außerdem in Hülsenfrüchten, Nüssen und Tomaten.

Eisen hilft den weißen Blutkörperchen bei der Bekämpfung unerwünschter Eindringlingen. Dieses Spurenelement findet sich u.a. in Hülsenfrüchten, Haferflocken, Minze, Äpfeln, Birnen und Melonen. Ein besonders guter Eisenlieferant ist rotes Fleisch. Auch Brot kann dazu beitragen, unsere Eisenspeicher zu füllen. Vor allem, wenn es sich um Vollkornbrot handelt. 100 Gramm Roggenvollkornbrot etwa enthalten 2 Milligramm Eisen.

Knoblauch, Ingwer und Cayennepfeffer: Natürliche Medizin
Von jeher werden Knoblauch viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Bereits im 19. Jahrhundert belegten Gelehrte sogar eine keimtötende, also antibakterielle Wirkung – allerdings nur in rohem Zustand. Somit kann Knoblauch als „natürliches Antibiotikum“ bezeichnet werden, das im Gegensatz zu chemischen Antibiotika den Erhalt der Darmflora sogar noch fördert.

Ingwer stärkt das Immunsystem, regt die Durchblutung an, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Übrigens: Wer Ingwer schält, verpasst das Beste. Denn mit Ingwer verhält es sich wie mit einem Apfel. Die wertvollsten Inhaltsstoffe verbergen sich direkt unter der Schale. Also lieber die unbehandelte Knolle verwenden und vor dem Verzehr unter fließendem Wasser gründlich schrubben.

Cayennepfeffer wurde schon in der Antike aufgrund seiner stark heilenden und antibiotischen Eigenschaften verwendet. Am besten mit etwas Olivenöl vermischen.

Quelle: www.innungsbaecker.de
Bild: MEV Verlag GmbH


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