Sicherheit bei Tropenholz



30.03.2020

Die Vielfalt tropischer Holzarten ist enorm: Forscher gehen von bis zu 53.000 Arten aus.


Tropische Harthölzer sind auch ohne Behandlung sehr langlebig und sehen besonders schön aus. Vor allem als Terrassendielen und Poolumrandungen sind Tropenhölzer beliebt.

Aber was ist mit der Nachhaltigkeit und Legalität dieser Importhölzer? 

In vielen Medien wird der illegale Holzeinschlag, insbesondere in tropischen Ländern, thematisiert. Kann man mit gutem Gewissen Holzprodukte aus tropischer Herkunft kaufen? Das fragen sich viele, die gerne die Ästhetik und die Qualität nutzen würden. Die Antwort ist ja – wenn man Holz aus dem Fachhandel bezieht, denn dieser weiß, woher das Holz kommt.

Die Europäische Union hat bereits vor einigen Jahren eine Verordnung verabschiedet, die den Import von Holz in den EU-Binnenmarkt aus illegalen Quellen verbietet: die EUTR (European Timber Regulation). Die Holzimporteure müssen daher seit März 2013 einer Sorgfaltspflicht nachkommen, mit der sie die Legalität der importierten Hölzer nachweisen können.

Solche Nachweise sind zum Beispiel Dokumente der Holzernte, Urkunden der Forstbehörden vor Ort oder anerkannte Zertifikate.

Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Holzhandelssicherungsgesetz (HolzSiG) für die erforderliche Umsetzung der europäischen Verordnung in Deutschland gesorgt. Nach diesem Gesetz wird die Sorgfaltspflicht der Importeure von Holz – nicht nur aus den Tropen – auch von einer staatlichen Stelle überprüft.


Was bedeutet das?

► Aufgrund des Gesetzes und der Sorgfaltspflicht ist sichergestellt, dass nur noch Holz in den Binnenmarkt kommt, das auf seine legale Herkunft geprüft wurde.

► Übrigens: Ist der Holzfachhändler nicht selbst Importeur, muss er die Legalitätsprüfung nicht nochmals durchführen oder nachweisen. Das hat der Importeur bereits erledigt.

Gut zu wissen

► Die Sorgfaltspflicht schafft Sicherheit und Vertrauen beim Kauf von Importholz.

► Mit dem Kauf von Importhölzern und Tropenholz unterstützen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern. Hier gilt „use it or lose it“, denn wenn die Forstwirtschaft nicht mehr für den Lebensunterhalt sorgen kann, lohnt es sich für die Menschen leider die Flächen in Äcker oder Weideland umzuwandeln. Dafür wird dann der Wald gerodet und macht Palmöl, Soja und Rindern Platz.

Skeptisch?

Eine zusätzliche Sicherheit geben die Zertifikate der Waldschutzorganisationen FSC® und PEFC®. Diese überprüfen nicht nur die Legalität des Holzeinschlags nach der geltenden Gesetzgebung des Herkunftslandes, sondern bewerten darüber hinaus die ökologischen Auswirkungen der Holzernte. Grundsätzlich darf in zertifizierten Wäldern nur so viel Holz geerntet werden, wie auch nachwächst. Zusätzlich müssen strenge Kriterien, wie die Rechte der Arbeitnehmer sowie Arbeitsschutz beachtet werden.

Quelle: www.holzvomfach.de
Bild: MEV Verlag GmbH